Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.
Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.

Was ist gut an den Lippetaler-Kitas und Schulen und was müsste aus Ihrer Sicht vielleicht noch verbessert werden?

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN:

Wir begrüßen, dass die frühkindliche Bildung von den Kirchen vor Ort und Mitarbeitenden aus der Region übernommen wird. Wir möchten, dass das in neuen geplanten Einrichtungen auch so bleibt.

Erfreulich ist, mittlerweile alle Schulabschlüsse in unserer Kommune erreichen zu können.

Wir schlagen vor, den Nachmittagsunterrricht in Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen und Musikschulen zu gestalten. So können nicht nur die Interessen der einzelnen Schüler*innen erkannt und gefördert werden; finanzschwachen Haushalten wird damit die außerschulische Bildung und Freizeitgestaltung ihrer Kinder möglich gemacht.

Der frühkindlichen und schulischen Ernährungs- und Mobilitätserziehung muss wesentlich mehr Zeit eingeräumt werden als bisher und damit die Pausen Spaß machen, müssen die Schulhöfe großflächig entsiegelt werden und grüne, wilde Plätze entstehen.

Die Qualität von Schulen und Kitas darf nicht von der Anzahl der Parkplätze abhängig gemacht werden. Wichtiger ist, die Zuwegungen zur Schule radfahrfreundlicher zu gestalten, damit man sie ohne Auto erreichen kann.

BürgerGemeinschaft:

· Es muss angestrebt werden alle Standorte der Lippetaler Grundschulen auf Dauer zu erhalten.

· Nach Fertigstellung der beiden Kitas in Lippborg und Herzfeld verfügt die Gemeinde über ein großes Angebot an Kindergartenplätzen.

· Dem Zweckverband der örtlichen Vereine Hovestadt-Nordwald gilt ein besonderer Dank für die vorrübergehende Nutzung des Albertussaals für zwei Kindergartengruppen.

· Die digitale Ausstattung der Schulen muss weiter verbessert werden.

CDU:

Wir wünschen uns eine Gemeinde, in der jeder die Möglichkeit hat, eine umfassende schulische Ausbildung zu erlangen, gleich welcher Herkunft und Erziehung.
Dies haben wir geschafft und der erste Abijahrgang hat in diesem Jahr die Lippetalschule verlassen. Schon früh haben wir auf das Abitur nach 13 Jahren gesetzt. Durch den Ausbau der Lippetalschule sind wir auch dem Wunsch vieler Eltern nach kurzen Schulwegen nachgekommen. Nun ist hier bei uns vor Ort über die Grundschule bis zum Abitur jeder Abschluss möglich. Ein Kraftakt, der sich gelohnt hat!

Die drei Grundschulstandorte, zu denen wir auch weiterhin stehen, werden in den nächsten Jahren in den Fokus genommen. Ein erster Schritt ist die außerschulische Betreuung an den Standorten. Hier wurden durch einen neuen Träger die ehrenamtlichen Vorstände der Betreuungsvereine entlastet und die Betreuung gebündelt. Im kommenden Jahr werden die Kinder in Lippborg und Herzfeld neue moderne Räumlichkeiten beziehen können. Als weiteren Schritt werden wir die Hausaufgabenbetreuung in Zusammenarbeit mit den Grundschulen und dem Mütterzentrum Beckum als zuständigem Träger verbessern.

In Lippborg und Herzfeld werden in der Nähe der Grundschulen neue Kindertagesstätten mit Platz für sechs neue Gruppen entstehen. Mit dem Ausbau werden wir dem steigenden Bedarf an Plätzen in Lippetal gerecht. Auch die Planungen für den Grundschulstandort in Oestinghausen hat die CDU mit einem Antrag an die Gemeinde festgelegt.

Mit dem Medien-Entwicklungskonzept für unsere Schulstandorte haben wir ein 1,5 Mio € schweres Paket auf den Weg gebracht, das in den nächsten drei Jahren umgesetzt wird.
Ziel ist die Schaffung der entsprechenden Infrastruktur in den vier Schulstandorten, die Ausstattung der Schüler und Lehrer mit entsprechenden Geräten und die Fort- und Ausbildung der Lehrer und Schüler im Umgang mit den digitalen Lernformen. Dieses Konzept werden wir in den nächsten Jahren eng begleiten und gemeinsam umsetzen.

FDP:

In der Vergangenheit wurde in den zentralen Orten die Anzahl der Kitaplätze dem Bedarf entsprechend vorgehalten, jedoch wurde die Entwicklung des Bedarfs an neuen Plätzen nicht rechtzeitig gesehen. Durch viel Engagement der Erzieher*innen und Träger konnte ein Teil der gestiegenen Nachfrage nach Betreuungsplätzen gedeckt werden. Die jetzt geplanten und neu zu bauenden Kitas kommen für den Bedarf ab dem neuen Kitajahr zu spät.

Die Schulen sind gut ausgestattet. Allerdings, und das hat die Coronakrise gezeigt, müssen die Schulen stärker digitalisiert werden. Für die zukünftigen, wachsenden Anforderungen fordert die FDP Lippetal einen gemeinsamen IT-Dienstleister als Fachmann für die digitalen Aufgaben für alle Schulen. Lehrer*innen sind nicht für diese Tätigkeiten ausgebildet.

SPD:

Durch die veränderte gesetzliche Situation melden viele Eltern ihre Kinder (auch unter 3 Jahren) in den Kindergärten und Kitas an, da ihnen ein Anspruch politisch zugesprochen wurde. Der derzeitige Bedarf kann aktuell nicht gedeckt werden. Deshalb entstehen in enger Absprache mit dem Kreisjugendamt Soest zwei neue Kindergärten in Lippborg und Herzfeld, jede in räumlicher Nähe zu den Grundschulen. Dadurch können gleichzeitig die Betreuungsangebote für die Ganztagsbetreuung der Grundschüler erheblich verbessert werden.

In Oestinghausen muss die Situation in Kindergarten und Kita, wo zahlreiche Kinder keinen Platz fanden, und schulischer Betreuung ebenfalls unverzüglich sowohl quantitativ als auch baulich verbessert werden.

Die schulische Situation ist sehr zufriedenstellend, da mit der Schaffung der Gesamtschule nun alle Bildungsgänge bis in die gymnasiale Oberstufe abgedeckt werden. Die technische Ausstattung ist exzellent und gerade in den Corona-Zeiten hat sich gezeigt, dass durch die konsequente Digitalisierung das durchgeführte Home Schooling sehr erfolgreich war. Grünanpflanzungen und Beschattungen sind an allen Schulstandorten zu optimieren.

Die drei Grundschulstandorte bleiben erhalten und werden sukzessiv in ihrem Bestand verbessert und modernisiert werden. Das bedeutet, dass die Gemeinde Lippetal ein attraktiver Schulstandort für junge Eltern und ihre Kinder ist.

Weiter zu...