Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.
Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.

Wie sieht es aus Ihrer Sicht mit der digitalen Versorgung in Lippetal aus?

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN:

Wir befürworten den weiteren Ausbau eines flächendeckenden digitalen Netzes in Lippetal, um den Anforderungen von Home-Office, Home-Schooling und den digitalen Anforderungen der im Lippetal ansässigen Firmen bzw. neu zu gewinnender Betriebe gerecht zu werden.

Uns ist wichtig, die digitalen Möglichkeiten in den Lippetaler Schulen zu erweitern. Für den Schulunterricht von zu Hause aus müssen alle Schüler*innen die gleichen Möglichkeiten bekommen. Die Anschaffung von Tablets für jede/n Lippetalschüler*in ist bereits geplant. Wir sprechen uns aber gegen die finanzielle Beteiligung der Eltern an den Geräten aus.

Die Einrichtung einer Lippetal-Dorf-App zur Absprache von Fahrgemeinschaften halten wir für sinnvoll. Die Einrichtung einer „Dorfleben digital“-App wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Sie kann neben der Organisation von Mitfahrgelegenheiten auch die Einsicht in Linienbus-Fahrpläne und dem örtlichen Veranstaltungskalender ermöglichen.

 

Über eine Lippetal-Dorf-App könnte zudem die Vermarktung regionaler Produkte in Lippetal und darüber hinaus erfolgen.

BürgerGemeinschaft:

· Wir stehen für eine Verbesserung der Digitalen-Schule. Für eine einheitliche digitale Ausrüstung für alle, gleichberechtigt. Tabletts für Alle!

· Schnelles Internet in ALLEN Ortsteilen und in den Bauernschaften. Die Notwendigkeit ist durch die Corona-Pandemie nochmal deutlich geworden.

· Beseitigung der immer noch vorhandenen Empfangslücken beim Mobilfunk.

CDU:

Ein Großteil der Lippetalerinnen und Lippetaler verlässt jeden Morgen die Gemeinde, um zu arbeiten. Daher ist es wichtig, Arbeitsangebote vor Ort zu entwickeln. In den vergangenen Monate haben wir erfahren, dass Home Office funktioniert. Viele Betriebe werden versuchen, diese Arbeitsweise in ihre Abläufe zu integrieren. Das ist Chance und Zukunft für ländliche Räume, stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen.
Im Ausbau des Glasfasernetzes sind wir ein gutes Stück vorangekommen, um die Infrastruktur für neue Arbeitsformen zu schaffen. Alleine für den letzten beschlossenen Ausbau des Netzes nimmt die Gemeinde Lippetal 800.000,- € in die Hand bei einer Gesamtinvestition von 8. Mio €.
Die weitere Entwicklung muss nun zu einer 100 %-Abdeckung führen. Dies gilt ebenso für unser Mobilfunknetz, das für die zukünftigen neuen Aufgaben vorbereitet sein muss. Hier unterstützen wir die Initiative der Kreis-CDU zu einer zukunftsfähigen Telekommunikations-Infrastruktur mit der Umsetzung eines 4G und 5G Mobilfunkkonzeptes für den Kreis Soest.

FDP:

Stand heute gibt es noch viel zu tun in Sachen flächendeckender Ausbau der digitalen Infrastruktur. Aktuell laufen in den Gewerbegebieten und in einigen Wohngebieten die Arbeiten, schnelles Internet auszubauen. Das ist der Anfang der notwendigen Maßnahmen die Bürger*innen in die Lage zu versetzen, ihr Leben entsprechend den Möglichkeiten zu gestalten. Wesentlich ist, dass die Verwaltung ihren Digitalisierungsausbau schneller vorantreibt. In den Baltischen Staaten sind bereits alle Verwaltungsangelegenheiten der Bürger 24/7 online möglich. Das ist für uns vorbildlich, und daher wollen wir für eine bürger- und serviceorientierte Verwaltung das digitale Bürgeramt.

Nicht nur der digitale Ausbau ist für uns wichtig, sondern auch die Optimierung der Funkredundanz, d.h. die Verbesserung der Funknetzverbindung

SPD:

Dadurch dass Lippetal in den 90er Jahren an dem Pilotprojekt für Glasfaser-Fernsehkabel teilgenommen hat, ist und war die Versorgung bereits in den Siedlungen überdurchschnittlich gut. Die Lippetaler SPD hat sich teilweise gegen den Widerstand anderer Fraktionen (siehe Berghecke in Oestinghausen) für den Ausbau von Breitbandkabel eingesetzt. So wurde ein Antrag, Baugebiete generell zu verkabeln, dort noch abgelehnt, heutzutage wäre das undenkbar.  Die letzten weißen Flecken sollten nun in den nächsten zwei Jahren verschwinden. Damit ist Lippetal dann gut aufgestellt. Ebenso ist das Angebot im Bereich Mobilfunk in den vergangenen 5 Jahren deutlich besser geworden. Zwar gibt es darüber keine bekannten konkreten Erhebungen, das Angebot ist jedoch dem Vernehmen nach besser als in anderen Landgemeinden.

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