Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.
Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.

Was fehlt aus Ihrer Sicht noch, um sich auch im Alter in Lippetal wohlzufühlen?

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN:

Der innerörtliche Verkehr muss beruhigt werden, damit Senor*innen Einkäufe und Besuche ohne fremde Hilfe verrichten können. Abstellplätze für Fahrräder oder Gehhilfen müssen großräumig angelegt werden. Hier besteht in Herzfeld und Lippborg noch großer Handlungsbedarf.

Schulen müssen ältere Menschen bspw für Nachhilfe oder Begleitung im Alltag aktiv in die Schüler*innenbetreuung einbinden. Genauso sollen die Schulen aber auch Räume anbieten, in denen Schüler*innen Senior*innen ins Internet begleiten.

Weitere Wohneinrichtungen für Senor*innen müssen in Lippetal geschaffen werden, in denen Betreuung und Pflege nach Bedarf stattfindet. Diese Einrichtungen sollen keine „sterilen Residenzen“ werden, sondern Lebensräume mit Gemeinschaftsküchen und (Nutz-)Gärten, Werkstätten, Musikräumen u.s.w. sein. Die Haustierhaltung muss möglich sein, damit der Abschied vom Eigenheim leichter wird. Hier können rüstige Rentner*innen fröhlich und selbstbestimmt das Leben genießen.

 

BürgerGemeinschaft:

· Es muss ein Angebot für alternative Wohnformen geschaffen werden wie. z.B. Wohngruppen, betreutes Wohnen oder Mehrgenerationenhäuser.

· Der Caritas-Verband hat hierzu im Auftrage der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eine Befragung der alten und hochbetagten Menschen durchgeführt. Hier sind viele Wünsche der Bürger eingearbeitet worden. Die zahlreichen sinnvollen Vorschläge müssen aber auch aktiv abgearbeitet und umgesetzt werden. Solch ein Gutachten darf nicht zum „Papiertiger“ werden!

· Einrichtung eines Bürgerbusses.

CDU:

Das “Lippetaler Kleeblatt” - ein Gemeinschaftsprojekt von Caritas Soest und Gemeinde Lippetal, entstanden in einem CDU Arbeitskreis, bietet im Seniorenbereich eine zusätzliche Ergänzung zu den zahlreichen guten und engagierten Angeboten in Lippetal.

Durch die Caritas wurde im letzten Jahr eine Befragung in Lippetal durchgeführt. 1286 Personen über 75 wurden zu ihrer aktuellen Lebens- und Wohnsituation befragt. 54,7 % haben geantwortet. 80 % der Befragten besitzen Wohneigentum und das selbstbestimmte Leben im vertrauten Wohnumfeld (eigenen vier Wände) hat bei den Befragten oberste Priorität.

Diesen selbstverständlichen Wunsch unterstützen wir mit dem Projekt Oma 4.0.

Das Projekt beinhaltet, dass die Gemeinde Lippetal eine Musterwohnung (2 Zimmer, Küche, Bad) zur Verfügung stellt.

Der Caritasverband stattet die Musterwohnung mit marktreifen digitalen Assistenzsystemen aus. Diese neuen digitalen Möglichkeiten sollen den Senioren möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen.

Unterstützung ist möglich in den Bereichen

Sicherheit, Hilfestellung, Nothilfe, Gesundheit und Pflege, Haushalt und Versorgung, Kommunikation.

FDP:

Der Anteil der älteren Menschen ab 65 Jahre beträgt in unserer Gemeinde ca. 20% und wird zukünftig weiter wachsen. Die kommunale Altenplanung und Seniorenpolitik muss qualitativ aufgewertet und in der Breite eingesetzt werden. Sie sollte daher zwei wesentliche Perspektiven verfolgen: Die Erste, eine primär sozialpolitische Perspektive beinhaltet die Sicherheits- und Schutzfunktion der Gemeinde bei besonderen Bedarfen, wie Krankheit, Hilfs- und Pflegebedürftigkeit. Die zweite Perspektive zielt auf die Förderung der Selbstbestimmung und den Erhalt der Selbstständigkeit älterer Menschen. Das Engagement eines Ehrenamtsnetzwerks wird und muss seitens der Gemeinde weiter unterstützt werden, z.B. in der Initiierung neuer Beteiligungsverfahren, in Form von Bürger- oder Mehrgenerationenhaus. In der Schaffung sowie in der organisatorischen und finanziellen Unterstützung örtlicher Vertretungsgremien, in denen Senioren eine beratende Funktion in den Entscheidungsprozessen der Gemeinde erhalten. Im Bereich Wohnen ist die Herausforderung des demographischen Wandels vor allem durch ein breites Spektrum unterschiedlicher Wohnangebote zu begegnen, aus denen ältere Menschen eigenverantwortlich wählen können.

SPD:

Ältere Menschen sollen so lange wie möglich in ihren Wohnungen bzw. Häusern in ihren Ortsteilen leben können. Dazu müssen die Voraussetzungen wie Mobilität und Versorgung gesichert werden. Dies bedeutet bedarfsgerechter ÖPNV bzw. alternative Angebote zur Beförderung sowie Unterstützung und Förderung von Initiativen und Vereinen, die sich um die Versorgung dieser älteren Menschen kümmern wollen. Auch ist zu überprüfen, wie die Nahversorgung in den kleineren Ortsteilen ermöglicht werden kann (Dorfläden).

Das Wohnumfeld muss altersgerecht gestaltet werden mit verkehrsberuhigten Straßen (auch Umgehungsstraße der B 475) und beschatteten Sitz- und Treffmöglichkeiten. Altentreffpunkte mit der Möglichkeit, dort hin und wieder nach „Hause“ zu kommen, sind zu fördern.

Bauflächen für Häuser mit Seniorenwohngemeinschaften sind zu schaffen bzw. zu fördern und erforderliche Nutzungsrechte sind möglichst zu erteilen. Dies betrifft sowohl betreute als auch selbständig geführte Wohngemeinschaften als Möglichkeit, in einer älter werdenden Gesellschaft nicht zu vereinsamen.

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