Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.
Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.

Wie stellen sich Sie sich die Mobilität in Zukunft in unserer Gemeinde vor?

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN:

Innerorts müssen Radfahrer*innen und Autofahrer*innen die Verkehrswege gleichberechtigt nutzen können. Um kritische Verkehrspunkte in Herzfeld, Oestinghausen und Lippborg zu erkennen, findet am 08.08.2020 eine Verkehrspolitische Radtour in Lippetal statt.

Wir finden: erst wenn für sicheres Radeln die Voraussetzungen geschaffen sind, lassen mehr Menschen ihr Auto stehen und satteln auf´s Rad um.

Bei Schlechtwetter oder für die Überwindung von Mittelstrecken kann man auf den Bus umsteigen. Wer zur Bushaltestelle radelt, muss sein Fahrrad kostenfrei mitnehmen dürfen, um auch am Zielort mobil zu bleiben. Und um wieder nach Hause zu kommen, müssen die Linienbusse einen auch nach 20:00 Uhr noch nach Hause bringen.

 Außerorts muss das Radwegenetz ausgebaut werden, ohne weitere Flächen zu versiegeln. Vielmehr müssen neue Radwege aus wasserdurchlässigen und gut befahrbaren Belägen eingerichtet werden. Die Radwege sollen von Hecken gesäumt werden. Hecken brechen den Wind, verhindern Erosion und puffern die Geräuschkulisse von angrenzenden Kreis- und Bundesstraßen. Gleichzeitig bremsen die Hecken Hoch- und Niederwild aus und verringern die Wildunfallzahl.

Wichtig ist uns der Reitwegebau. Lange Galoppstrecken sind nicht nur schön für Reiter*innen und Pferde, sie können auch die vereinzelten Biotope in der Kommune verbinden und Artenaustausch möglich machen.

BürgerGemeinschaft:

· Wir haben bereits im Jahr 2015 die Einrichtung eines Bürgerbusses beantragt.

· Zusätzlich sollte in Lippetal ein 1€-Ticket eingeführt werden, um die Fahrten auch nach Soest, Beckum und Lippstadt bezahlbar zu machen.

· Die Radwege sollten vom Zustand besser unterhalten werden so z.B. der Radweg von Hovestadt zur Schoneberger Heide.

CDU:

Den öffentlichen Nahverkehr in der Gemeinde müssen wir ausbauen. In den vergangenen Jahren wurden neue Angebote geschaffen. Diese sind aber noch nicht ausreichend. Unsere Orte müssen an die Hauptstrecke R36 (Herzfeld-Soest) stärker angebunden werden. Auch setzen wir uns für die Wiederaufnahme des Regelbetriebes der Linie 535 (Lippborg-Soest) ein und haben dies beantragt.

Der Kreis Soest ist Mitglied in der "Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW" (AGFS) und damit fahrradfreundlicher Kreis. Wir werden die Möglichkeiten der Arbeitsgemeinschaft für Lippetal und dem Ausbau unseres Radwegenetzes/E-Ladesäulen verstärkt nutzen.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Hamm-Lippstadt hat der Kreis Soest ein kommunales Elektromobilitätskonzept entwickelt. Ziel ist, die Ladeinfrastruktur im Kreisgebiet bis zum Jahr 2030 bedarfsgerecht auszubauen. Dieses Ziel unterstützen wir und werden es durch entsprechende Schaffung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum begleiten. Wichtig ist uns hierbei aber auch, dass der Strom an den Ladesäulen zu 100 % aus regenerativen Energien kommt.

FDP:

Der öffentliche Nahverkehr leistet einen entscheidender Beitrag dazu, dass eine Gemeinde als ein attraktiver Wohnraum empfunden wird. Wir unterstützen alle Initiativen, die den öffentlichen Nahverkehr überprüfen und fördern

Grundsätzlich gilt, dass die Belange aller Verkehrsteilnehmer gleichermaßen berücksichtigt werden müssen, damit jeder Mensch gut, schnell und sicher an sein Ziel kommt. Neuralgische Verkehrspunkte in allen Ortschaften müssen lokalisiert und analysiert werden. Gefahrenstellen müssen beseitigt werden.

Der gut funktionierende öffentliche Nahverkehr kann aber nur ein Baustein im Verkehrskonzept auf dem Lande sein, daher unterstützen wir die Förderung des umweltfreundlichen Individualverkehrs. Die Fahrradfahrer*innen möchten wir dabei durch einen Ausbau der sicheren Fahrradwege unterstützen. Wir setzen uns für eine Vernetzung von E-Bike-Ladestandpunkten ein. Ladestationen für E-Bikes sind an den gut frequentierten öffentlichen Stellen durch die Gemeinde zu schaffen. Für die E-Mobilität von Pkw und Lastverkehr müssen Grundlagen geschaffen werden. Wasserstoff als Antriebstechnik wird unserer Ansicht nach die Zukunft gehören. Um für die Zukunft bestens aufgestellt zu sein, fordern wir Pilotprojekte für moderne Technologien, z.B. im Bereich Wasserstoff-Technologie zu unterstützen.

SPD:

Die Lippetaler SPD hat vor Jahren schon versucht, einen Bürgerbus zu installieren. Die RLG, ohne deren Partnerschaft das nicht möglich ist, sah keinen ausreichenden Bedarf, da alle Ortsteile durch die Busse der RLG angefahren würden. Das ist sehr bedauerlich. Bezüglichl des ÖPNV fordern wir eine Attraktivitätssteigerung des Angebotes und der Preise. Es kann nicht sein, dass eine Fahrt von z.B. Schoneberg nach Soest nahezu 5 € kostet. Auch ein günstiges Jahresticket für das RLG-Netz im Kreis Soest sollte eingeführt werden.

Die RLG sollte die Hauptverbindungen in die umliegenden Städte bedienen, während die Zulieferung zu diesen Verbindungen durch die Gemeinde mit Hilfe verschiedenster Möglichkeiten organisiert wird.

 Wenn das Angebot gesteigert wird, muss man dazu wissen, dass dies auch Geld kostet und die Kreisumlage sich entsprechend erhöhen wird. Es nutzt daher nichts, wenn auf Betreiben durch die Ratsmehrheit die Höhe der Umlage beklagt wird und der Kreis (wie in der Vergangenheit erfolglos ) verklagt wird .

Bezüglich des Radwegenetzes gaben wir acht, dass die Mittel für die Deckensanierungen der Feldwege so priorisiert werden, dass die Radwege dort als Erstes Berücksichtigung finden. Anträge zu neuen Radwegen, wie z.B. an die Gemeindegrenze zu Hamm, wurden bedauerlicher Weise von der Ratsmehrheit im Rat und in den Ausschüssen abgelehnt. Auch innerhalb der Ortsteile ist bei Straßenneugestaltung auf Radfahrer Rücksicht zu nehmen.

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