Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.
Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.

Was müsste aus Ihrer Sicht für den Umweltschutz getan werden?

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN:

Wir fordern eine kommunale*n Klimaschutzbeauftragte*n mit vorrangigem Mitspracherecht in allen Ausschüssen sowie die Berücksichtigung der fachpraktischen Expertise der Hegeringe und der Landwirt*innen.

Kommunale Freiflächen dürfen nicht maschinell gepflegt, sondern sollen CO2-neutral von Rindern, Pferden, Schafen und/ oder Ziegen beweidet werden.

Nicht tiefer als 15 cm mähen, um in den Sommermonaten ein komplettes Austrocknen der Fläche und damit den Verlust an CO2-Speicherkapazität zu verhindern.

Hecken und Baumreihen an Straßenrändern mit der Motorsäge statt mit 

Heckenmulchern zu pflegen. Habitatbäume mit hoher ökologischer

Wertigkeit werden so als Brutplätze erkannt, bedarfsgerecht gepflegt und nicht beschädigt.

 

Exponierte Straßen sollen außerorts mit Hecken/ Baumgruppen in Mindesthöhe von 1,40 m gesichert werden, damit Vögel nicht zu tief über Straßen fliegen und damit zu Verkehrsopfern werden.

 

Niedrige Zäune an Straßenrändern sollen zum Ausbremsen von Amphibien und Kleinsäugern installiert werden und es sollten Querungstunnel unter den Straßen für diese Arten eingerichtet werden.

BürgerGemeinschaft:

· Anlage von Dauerblühstreifen und deren Vernetzung.

· Keine Steingärten in Neubaugebieten.

· Nutzung von PV und Solaranlagen.

· Nutzung der Abwärme von Biogasanlagen. Hier muss die Frage erlaubt sein, warum hat die Verwaltung sich gegen die Wärmeversorgung des Rathauses durch die Biogasanlage entschieden?

CDU:

Unsere lebenswerte Gemeinde hat eine Größe von 12.650 ha. 8.090 ha davon sind Schutzgebiete in unterschiedlichster Ausprägung und Schutzkategorien.
Die Lippe fließt wie ein blaues Band von Ost nach West durch die Mitte unserer Gemeinde. Die Lippe ebenso wie die Ahse im südlichen Bereich wurden in den letzten Jahren umfangreich renaturiert und es entstanden hier umfangreiche Naturschutzflächen. Die Quabbe im Bereich des Ortskerns Lippborg wird ebenfalls in den nächsten Monaten eine umfangreiche Renaturierung durch die Gemeinde Lippetal erfahren.
Klima-, Umwelt- und Naturschutz ist nicht nur ein Thema, was die CDU Lippetal allein beschäftigt. Die Themen sind vielmehr eine gemeinsame Gesamtaufgabe. Umso mehr freut es uns, dass der von der CDU initiierte Umweltarbeitskreis zusammen mit allen Fraktionen erfolgreich die Arbeit aufgenommen hat.

Ziele sind:

die biologische Vielfalt in den Fokus rücken
Senkung des CO2 Haushaltes in Lippetal

Kleinere Maßnahmen wie diverse Blühstreifen sind bereits erfolgt. Ab Herbst werden wir 21 Projekte umsetzen, die in einem ersten Schritt erstellt wurden. Hierbei handelt es sich um die Aufwertung und Renaturierung von 13 ehemaligen Feuerlöschteichen und die Erstellung von Baumalleen und Feldsäumen. Nebenbei wird es zahlreiche Ergänzungspflanzungen in bestehenden Baumalleen geben. Dies sind erste Schritte, die wir gemeinsam auf einem langen Weg gehen werden.

Die Gemeinde Lippetal ist die erste Kommune im Kreis Soest, die frühzeitig auf eigene Stromproduktion gesetzt hat. Auf den Dachflächen von gemeindeeigenen Gebäuden liegen acht Photovoltaikanlagen mit insgesamt 450 kWp. Die produzierte Menge reicht für ca. 110 Durchschnittshaushalte. Unsere Gemeindebetriebsgesellschaft werden wir in den nächsten Jahren kontinuierlich in Sachen regenerative Energiegewinnung ausbauen. Durch die Übernahme der Straßenbeleuchtung sind wir in der Lage, schrittweise auf CO2 sparende Beleuchtungssysteme umzustellen. Eine weitere CO2 sparende Maßnahme ist die kontinuierliche energetische Sanierung unserer öffentlichen Gebäude.

FDP:

Umwelt- und Klimaschutz sind Aufgaben, die die ganze Menschheit betreffen. Zugleich sind sie auch Aufgaben für eine generationengerechte Politik vor Ort – auch, weil sie unmittelbar die Lebensqualität vor Ort betreffen. Die Freien Demokraten setzen dabei vor allem auf den Einsatz und die Weiterentwicklung moderner Technologien für den ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt. Wir wollen Erfinden statt Verhindern. Wir wollen das Klima wirksam schützen. Statt auf Symbolpolitik, wie das Ausrufen des „Klimanotstands“, setzen wir auf ganz konkrete Innovationen und Maßnahmen, die das Klima schützen. Hierzu zählen insbesondere Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Gemeinde, emissionsärmerer Verkehr, Erhalt der Wälder- und Wiesenlandschaften oder der Ausbau der Infrastruktur für E-Autos und E-Räder. Wir begrüßen ausdrücklich das H2Energy-Projekt der FH Südwestfalen für die Entwicklung der Wasserstofftechnologie. In Bezug auf Emissionen durch die Landwirtschaft müssen die Gespräche mit den Landwirten geführt werden. Hier suchen wir durch direkte Gespräche mit den Landwirten nach Lösungen

SPD:

Durch die Gründung eines Umwelt-Arbeitskreises wurde in der Vergangenheit bereits Einiges auf den Weg gebracht wie die ökologische Verbesserung der Feuerlöschteiche. Vermutlich hat die Bildung eines Ortsvereins der Grünen einige hellhörig gemacht. So wurden bereits einige Wildblumenwiesen und Grünstreifen angelegt. Auch wenn die Landwirtschaft immer wieder beteuert, wie sehr sie zum Umweltschutz beiträgt, entstehen durch Überackerung der Feldränder oder durch konsequentes Mähen dieser auch nicht gewünschte Effekte. Leider könnte hier die Gemeinde etwas mehr auf die Einhaltung der Mindestabstände achten.

Die Nitratbelastung  ist ein ernstzunehmendes Problem. Hier ist eine bundeseinheitliche Gesetzgebung erforderlich, die aufgrund des Drucks der EU auf die Bundesrepublik ja bereits beschlossen wurde. Monokulturen ergeben sich im Wesentlichen durch den Betrieb von Biogasanlagen und die Futtererzeugung für die Tierhaltung.

Umweltschutz und Klimaschutz muss in Rat und Verwaltung als Querschnittsaufgabe verankert und als kommunale Pflichtaufgabe definiert werden. So wie alle Maßnahmen unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit stehen, müssen sie ebenfalls hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima überprüft werden.

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