Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.
Kolpingsfamilie Herzfeld e.V.

Wird der Fairtrade-Gedanke in Lippetal ausreichend gelebt? Was muss aus Ihrer Sicht verbessert werden?

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN:

Seit 2014 ist die Gemeinde Lippetal Fair-Trade-Gemeinde und wird hierbei durch die Gemeinde Lippetal, einige Gastronomen und den Einzelhandel unterstützt.

Anschaffungen der Gemeinde Lippetal sollten nach Überprüfung des Fairtrade-Gedankens erfolgen, sprich Einkauf von Pflastersteinen im öffentlichen Bereich, Einkauf von Arbeitskleidung für Mitarbeiter z.B. des Bauhofes, Fußbälle für Schulen etc.

Aktuell fehlt noch die Unterstützung eines Arbeitskreises „Fairer-Handel-Verkauf“ in Herzfeld; in Lippborg und Oestinghausen bestehen diese seit Jahren.

 

Wir fordern die intensivere Vermittlung des Fairtrade-Gedankens mit seinem gesellschaftspolitischen Hintergrund in den Schulen. Dies kann durch eine enge Zusammenarbeit mit der Steuerungsgruppe erfolgen.

BürgerGemeinschaft:

· Den Bürgern ist kaum bekannt, dass die Gemeinde Lippetal eine Fairtrade-Gemeinde ist.

· Viele wissen auch nicht was ist Fairtrade überhaupt.

· Welche Produkte werden angeboten?

· Wo können diese gekauft werden?

· Es fehlt in vielen Läden eine deutliche Kennzeichnung oder Hinweise auf die fair gehandelten Produkte.

CDU:

Durch die Initiative einiger Lippetalerinnen und Lippetaler im Jahr 2012 beschloss die Gemeinde, sich um den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ zu bewerben.

Nach Erfüllung aller Kriterien wurde die Gemeinde Lippetal von dem Verein TransFair e.V am 16.02.2014 ausgezeichnet.

Seitdem ist die Gemeinde Lippetal berechtigt, den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ zu führen.

Die „Steuerungsgruppe“, die sich aus den o.g. Lippetalerinnen und Lippetalern und Mitarbeitern der Verwaltung zusammensetzt, hat in den letzten Jahren den Fairtrade-Gedanken in unsere heimischen Lebensmittelgeschäften, Restaurants und Cafés transportiert. Neben den bestehenden „Eine Welt Läden“ in Lippborg und Oestinghausen werden hier Fairtrade-Produkte angeboten.

Durch die Kontaktaufnahme in zahlreiche Vereine und Verbände und unsere Schulen wurde hier auch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt.

FDP:

Fairtrade ist grundsätzlich eine zu unterstützende Idee, muss aber von den Menschen von innen heraus gelebt werden. Es nützt dem fairen Handel wenig, wenn die Angebote nur in sogenannten Eine-Welt-Läden offeriert werden. Das ist gut, aber gibt in der Breite zu wenig Volumen. Es gibt in der Gemeinde ein Beispiel, in dem ein Cateringunternehmen von sich aus fair gehandelte Bio-Produkte in größeren Mengen in seinen Einrichtungen einsetzt. In gleicher Weise können in Zusammenarbeit mit den Gastronomen und Einzelhändlern größere Mengen an fair gehandelten Produkten in den Markt gebracht werden.

SPD:

Wer sich für den Kauf fair gehandelter Produkte entscheidet, investiert in bessere Lebens- und Arbeitsumstände, in eine nachhaltige Produktion und damit letztlich auch in Umwelt- und Klimaschutz. Die Gemeinde wird auch weiterhin Fairtrade-Gemeinde bleiben. Die gemeindlichen Anstrengungen in diesem Bereich könnten allerdings verstärkt werden wie zum Beispiel durch eine Überarbeitung des gemeindlichen Flyers sowie eine bessere Verteilung dieser Informationen, damit die Kunden aufmerksam werden.

Ziel sollte sein, dass möglichst alle Lippetaler Geschäfte beim Fairtrade-Handel mitmachen. Dazu ist auch eine entsprechende Werbung für diese Produkte erforderlich, verbunden auch mit Hinweisen auf laufende Aktionen zu diesem Thema. Auch die Initiative zum Lieferkettengesetz gehört hierzu, damit nicht Unternehmen, die sich um die Einhaltung von Menschenrechten kümmern, im Wettbewerb benachteiligt werden.

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